Tanz.Dance – The body’s art

Wer ist der Mäusekönig?

NEU
Arsen Muranov

Nur wenig dringt aus Moskau, was nicht gleich verdächtig wäre: Ist es Wahrheit oder Propaganda? Wir fragten unseren dortigen Kollegen Arsen Muranov. Und erhielten eine eindringliche Reportage, in der er Russlands Regime an einem weltbekannten Phänomen beschreibt: dem „Nussknacker“.

Über Tanz.Dance

tanz.dance ist das journalistische Projekt, um kritisch und lustvoll Bewegung, damit Veränderung, damit die Zukunft in den Künsten global zu beschreiben – in spannend geschriebenen, gut recherchierten Reportagen mit zweisprachigem Storytelling  internationaler Autor:innen.

Die Geschichten

Europas Immerwährender Tanzfestival-Kalender

Arnd Wesemann

Die praktische Übersicht für Tanzkompanien und Touristen zwischen Mittelmeer und Nordkap, zwischen irischen und litauischen Abenteuern – mit echten Körpern für echte Körper. Hier ist die sich ständig aktualisierende Übersicht der Tanzfestivals in Europa und seinen Nachbarn. Klicke auf das Land, in das Du reisen willst, lege den Monat fest, in dem Du es besuchen möchtest. Und los geht’s.

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Die Kunst, ein Tanzhaus zu gründen (ohne Geld)

Arnd Wesemann

Vor fünfzig Jahren gab es den großen Hype um den Tanz. Tanz erschien als die freundliche Alternative zu Raffgier und Besitzstandsvermehrung. Es war chic, sich nicht länger auf das Materielle, sondern auf den Körper zu besinnen. Das Ich sollte größer werden als der eigene Kontostand.

Hillel Kogan

Wie Hillel Kogan ganz Israel nach Spanien verlegt

Seine Kunst des Geschichtenerzählens treibt Hillel Kogan, einen bekannten Choreografen in Israel, zur präzisen Analyse der kriegerischen Konflikte in dieser Region. Dazu wählt er ausgerechnet das Israel Museum in Jerusalem, den Ort, der dem Jüdischen eine Identität geben soll. Entlang des Tanzes und der Exponate beweist er: Diese Identität gibt es nicht

K-Pop ohne Stromlinien: die unbeugsame Eun-me Ahn

Thomas Hahn

Es geschieht mitten im politisch überhitzten Frühling von Seoul, den keine Kirschblüte besänftigen kann: Eun-me Ahn, Koreas unbeugsame Legende des zeitgenössischen Tanzes, verblüfft mit einer Revue völlig überdrehter Klischeevorstellungen über den asiatischen Tanz.

Trauma und Turbulenz

Michael Seaver

Konflikte kann man ausdiskutieren. Oder austanzen. Körper sagen oft mehr als Argumente. Und viel über diese Insel, die sich Irland und England teilen. Eine künstliche Grenze, die Iren von Iren trennt. Der Choreograf Dylan Quinn erhebt sie zur Kunst.

Tanz den Widerstand

Ingeborg Zackariassen

Wie Überleben unter einer ultrarechten Politik? Ein Porträt der rebellische Tanzszene in Budapest

Baile Charme

Dieter Jaenicke

Der Baile Charme gehört zum Schönsten und Beeindruckendsten, was das an subkulturellen Attraktionen so reiche und unerschöpflich kreative Rio zu bieten hat: Eine Liebeserklärung

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Erste neue Schritte

Anna Nemtsova

In Odessa an der Schwarzmeerküste entstehen Schlag auf Schlag immer neue Choreografien. Tanz bedeutet: Freies Leben in einem freien Land.

Khansa by Michele Imad: Beirut nach der Expolsion tanz.dance

Nach der Explosion

Arnd Wesemann

In Beirut am östlichen Mittelmeer konfrontiert einen nichts so sehr mit der Realität wie der Tanz, der arabische Körper, der nach Jahren des Schreckens sein Kleid abgeworfen hat und ganz direkt zu einem spricht.

Deborah Colker

Tanzen ist heftig

Márvio dos Anjos

Wie sich zwei populäre Künste, die Ästhetik des Körpers und die Leistung des Körpers, in einer Choreografin vereinigen: in Deborah Colker aus Brasilien

Marcos Morau Barcelona

Marcos Morau & La Veronal

Arnd Wesemann

Müde von „Avantgarde“, von lahmen Leibern und bedeutungsschwerer Heiligkeit? Hier kommt Marcos Morau, ein Spanier, der vor gewaltigen Bühnenbildern mit seinen Tanzenden wirklich etwas zu erzählen hat.

Die Lichtburg in Wuppertal

Die Lichtburg

Im Grunde ist es nur ein schlecht gelüfteter, fensterloser Raum, gehüllt in unangenehmes Licht, ein ehemaliges Kino aus der Nachkriegszeit, der Raum, in dem das Tanztheater Wuppertal entstanden ist.

Es gibt intelligentes Leben

Lilith Aeon

Es gibt intelligentes Leben- auch außerhalb des Körpers. Dafür steht AΦE – wie Artistically Φutstanding Excellence. Hier erzählt das Geschöpf dieser britischen Tanzkompanie die Geschichte seiner Schöpfung.

Louise Lecavalier

MJ Thompson

Sie war die Solotänzerin der in Montreal ansässigen Kompanie La La La Human Steps und wurde zu der ikonischen Tänzerin ihrer Generation. Sie macht weiter. Sie bleibt Ikone. Und füllt die Säle.

Kor’sia

Die Bergsteiger

Omar Khan

Kor’sia ersteigt einen Kunst-Gipfel. Die Tanzkompanie entdeckt den uralten Glauben, dass nicht Gott allein über das Schicksal der Menschen bestimmt. Zwei italienische Surrealisten übersetzen das in eine wunderbar choreografierte Parabel auf die Entfremdung der menschlichen Spezies von der Natur.

Erfolg macht glücklich

Angelina Georgieva

Ohne Wut im Bauch ist Erfolg nicht zu haben. Nicht die ohnmächtige Wut ist gemeint, sondern die ehrliche. Der bulgarische Meister Ivo Dimchev sucht darum das Risiko, nicht die Moral. Er sucht sein Publikum und nicht die öffentliche Meinung

Khansa by Michele Imad: Beirut nach der Expolsion tanz.dance

Nach der Explosion

Arnd Wesemann

In Beirut am östlichen Mittelmeer konfrontiert einen nichts so sehr mit der Realität wie der Tanz, der arabische Körper, der Ungeschminkte, der nach Jahren des Schreckens sein ornamentales Kleid abgeworfen hat und ganz direkt zu einem spricht.

Auf dem Rettenbachgletscher - tanz.dance Sölden

Auf dem Rettenbachgletscher

Marie-Therese Rudolph

Es ist Frühling in den Alpen. Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint gnadenlos nach dem Schneesturm. Dreihundert Menschen auf Skiern, im Fluggerät, in Pistenbullies, auf Motocross-Rädern, die Tanzenden, alle stehen bereit, um wie einst Hannibal die Alpen zu überqueren. Ein Gefühl von Gefahr liegt in der Luft. Ein Ausnahmezustand?

Belgrad - Boris Hamer

Tanzen ist Kämpfen

Igor Burić

Wer kennt die Tanzszene Serbiens? Niemand. Selbst das Belgrade Dance Festival zeigt nur Gäste aus dem Ausland. Dabei steckt die Kehrseite, die freie Szene Serbiens, voller Überraschungen

Ein Geschrei im Gebirge - tanz.dance

Ein Geschrei im Gebirge

Arsen Muranov

Wer bleibt? Wer muss gehen? Zum großen Auswechseln von Oppositionellen wie Alexei Nawalny gehört auch der Rauswurf von Direktoren aus Russlands Ballett-Etagen wie der von Wladimir Urin aus dem Bolshoi in Moskau.

Anne Teresa De Keersmaeker - Forêt

Im Wald

Alain Franco

Jeden Tag stehen lange Schlangen vor den Toren des Louvre in Paris, um alte Kunst zu sehen. Nur manchmal, in der Nacht, kann man vor diesen Meisterwerken sogar tanzen. Die Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker hat sich diesen Traum erfüllt.

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tanz.dance – Die Chronik 2023

Arnd Wesemann

Zehn neue Ausgaben sind seit der letzten Chronik 2022 entstanden. Immer geht es um den Tanz und was er in dieser Welt bewirkt. Darüber könnte man in kleinen Häppchen berichten. Oder aber frisch ein kulinarisches Mahl zubereiten.

Josephine Endicott

Liebling

Josephine Ann Endicott

Die australische Tänzerin Josephine Ann Endicott ist eine der Schatzhüterinnen des Erbes von Pina Bausch. Und sie ist eine großartige Erzählerin. Fünfzig Jahre Tanztheater Wuppertal gehen an niemandem spurlos vorbei. Da ist Humor das mindeste, was es braucht, für den …

Stralsund - tanz.dance

Tanz im Herzen der Peripherie

Elisabeth Nehring

In Mecklenburg-Vorpommern: Kann es klappen, in diesem Flächenland, dessen Küste im Sommer allein den Touristen gehört, ganzjährig für eine Tanzkultur zu sorgen, die diesen Namen auch verdient?

Harrell Trajal

Vor Spiegeln

Lilo Weber

Trajal Harrell aus New York arbeitet wie ein Forschungsreisender. So wie Alexander von Humboldt einst die Naturen der Welt erkundete, sucht Harrell die Tänze der Moderne – Voguing, Butoh, Black American. Das lohnt ihm die Welt nun: mit Werkschauen und Welttourneen.

Inoue Yachiyo V ist ein Lebender Nationalschatz Japans und die fünfte Nachfolgerin der in Kyoto verwurzelten Tanzschule Inoue

Aus der Zeit treten

John Barrett

Kyoto ist – neben Osaka – das Zentrum der klassischen japanischen Künste. Traditionen hier werden von Generation zu Generation weitergereicht, vornehmlich durch Personen, die den Status „lebender Nationalschätze“ innehaben. Wie Inoue Yashiyo V, die fünfte Lehrerin in Folge eines Kyomai genannten Tanzes

Grönland

Grönland wird nie grün

Arnd Wesemann

Gestatten, mein Name ist Grönland. Ich bin der Mars auf Erden. Ein Vergleich, der mich ehrt. Denn er beruht auf meiner unvergleichlich schönen Landschaft.

Lazgi

Lazgi – Der Feuertanz im Kerzenschein

Arnd Wesemann

Wie sehr das Wort schimmert: Lazgi. Im Französischen klingt es wie „lascar“, ein schlauer Bursche. Man denkt an Laszives, historisch an Lascaux – an die Höhlenmalereien der Urmenschen. Ein Fund prähistorischer Felszeichnungen war es auch, der den zentralasiatischen Lazgi zu einem der ältesten, noch heute praktizierten Tänze erklärt hat.

Den Aufstand tanzen

Tanz den Aufstand

Aufstände in Iran gibt es immer wieder. Aber jetzt, zum ersten Mal, tanzen die Frauen auf der Straße. Schon seit 1979 ist ihnen das Tanzen verboten. Ihr Kopftuch, der Hijab, fällt. Ihre Hände greifen es wie eine Fahne im Widerstand. Sie setzen es in Flammen. Iran ist in Aufruhr, aus Hunger. Nach Essen und Freiheit. In einem Staat, der mit bürokratischer Gründlichkeit seine Schergen und Kontrolleure am Leben hält. Und seine Henker.

Florentina Holzinger

Die Frau, die sich traut

Helmut Ploebst

In nur zehn Jahren ist Florentina Holzinger zu dem Star am europäischen Tanzhimmel emporgeschossen. Wo immer sie und ihre all-female-Truppe auftauchen, stockt dem Publikum buchstäblich der Atem.

Im Krieg - Ukraine - tanz.dance

Im Krieg

Polina Bulat

Im Krieg wird klar, welche Rolle die Kultur spielt. Seit acht Jahren verteidigt sich die seit 31 Jahren unabhängige Ukraine gegen den Aggressor aus dem Osten. Nur mit Waffen, wie die Nachrichten behaupten? Was verteidigt die Menschen wirklich, die vor Invasoren Schutz suchen?

Mexico - tanz.dance

Vom Verschwinden

Juan Levid Lázaro Nava

Mexiko ist das Land, das die Toten feiert. Da wundert es nicht, wenn Kartelle sie wie am Fließband produzieren, all die Verschwundenen und Ermordeten. Was keiner glaubt: In diesem Land sorgt der Tanz dafür, dass sich dieses Blatt auch wieder wenden kann

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The Body’s Art

Arnd Wesemann

Choreografie hat weitaus mehr mit einer Radikalität und Dringlichkeit des Handelns zu tun, als mit Einverständnis und Mittanzen. Und das gilt, ausnahmslos, auf der ganzen Welt.

Documenta, Decolonycities & Deutsch-Südwest-Afrika

Documenta, Decolonycities & Deutsch-Südwest-Afrika

Zorena Jantze

Über Namibia hängt ein Schatten – nicht nur wegen der tiefstehenden Sonne über der malerischen Etosha-Pfanne. Bei aller Wüstenromantik: Auch mit der Rückgabe von Raubkunst an die ehemals deutsche Kolonie bleibt der Frieden trügerisch. Das Verhältnis zu den Erbauern der ersten deutschen Konzentrationslager ist alles andere als geklärt.

Indigener Tanz

Die Neue Indigene Welle

Kaija Pepper

Rituale, Älteste, Ahnen und sehr viel Land. In den Coast Salish Territorien im Nordwesten Kanadas lebt ein zeitgenössischer indigener Tanz auf: ringsum das erst 1886 gegründete Vancouver. Lange war der indigene Tanz hier verboten. Jetzt dreht sich der Wind.

Nordpol - tanz.dance

Noch 2000 Kilometer bis zum Nordpol

Hans-Thies Lehmann

Ein gewaltiges Fest auf der Insel Ingøy im nördlichsten Norwegen vereint Publikum und Tanzende unter arktischem Himmel. Unweit der russischen Grenze feiert das Theater die Landschaft. Mit dabei: Hans-Thies Lehmann, der kürzlich verstorbene Doyen des postdramatischen Theaters. Für ihn war die Landschaft Widersacher und Zentrum des Theaters zugleich. Eine Festbeschreibung und ein letzter Text von ihm.

Das Wunder von Marseille

Thomas Hahn

Die künstlerisch erfolgreichste Ballettkompanie der Welt kommt derzeit aus Marseille. Angeführt wird das Riesenunternehmen von einem dreiköpfigen Kollektiv. Alle dürfen bei den Proben des Ballet National de Marseille dabei sei, selbst die Verwaltung. Die Produktionen treffen den Zeitgeist. Von Lucinda Childs bis zu georgischen Volkstänzen lädt das Kollektiv (LA)HORDE jede und jeden ein, wieder Spaß am Tanz zu haben.

Springdance festival

Nach Schönheit graben

Brygida Ochaim

Nichts ist dem Westen fremder als indischer Tanz. Seine Wurzeln sind verschüttet. Umso mehr ziehen Statuen von nackten Tänzerinnen an den Tempeln von Karnataka solche Touristen an, die Bajaderen sehen wollen: als Prostituierte verunglimpfte Tänzerinnen. In Wahrheit ist der indischer Tanz eine fortdauernde Rekonstruktion aus zahllosen Bruchstücken seiner sehr langen Geschichte. Ihr hat sich die Choreografin Padmini Chettur äußerst sensibel angenommen.

Sorben Lausitz

In der Lausitz

Marion Bernhardt

Sie nennen sich Sorben und Wenden. Ihre Existenz in Deutschlands östlichstem Osten bemerken Fremde oft nur an zweisprachigen Ortsschildern, sobald sie über die sanften Hügel in diese andere Kultur gelangen. Hier wehren sich die Menschen mit kräftigen Tänzen, alten und neuen, gegen den Verlust des Eigensinns.

Fremder Tanz

Marietta Piekenbrock

Die Moderne wäre nicht vorstellbar ohne das Spiel von Aneignung und Appropriation, einem Global Groove aus Kunst, Tanz, Performance und Protest. Der deutsche Maler Ernst-Ludwig Kirchner begeisterte sich schon früh für außereuropäische Kulturen. Und für den Tanz. Genau hier fand die Avantgarde ihren Ausgangspunkt: in der Bewegung im Fremden.

Dort wo die Jungs sind

Der Wunsch zu kämpfen

Larissa Tschudi

Wer kämpft, ist ein Krieger. Oder ein Künstler? Der israelische Choreograf Yotam Peled erforscht die Ähnlichkeiten zwischen Kampf- und Tanzpraktiken. Ein Gespräch über (Gewalt-)Fantasien, Zärtlichkeit, Schmerz und Verletzlichkeit.

Moving Cities Hong Kong

Das tanzende Cluster

Joanna Hoi-yin Lee

Hongkong gehört zu China. Neue Gesetze, auch zur Eindämmung des Virus, machen es der Stadt nicht leichter, in ihre immer noch neue Rolle zu finden. So geht es auch der Tanzszene. Sie wagt weiterhin den Aufbruch, versucht aber auch neue Wege zu gehen und mit Traditionen zu brechen

Die Unfähigkeit zu helfen

Die Unfähigkeit zu helfen

Arnd Wesemann

Burkina Faso ist eins der ärmsten Länder, in Afrika und in der Welt. Hier findet, trotz Militärputsch, ein Tanzfestival statt, das seinen Gästen tiefe Einblicke in die Mentalitäten der afrikanischen Tanzszene erlaubt. Hier wird gestritten, auf offener Bühne, es wird getanzt und es werden neue Partnerschaften geschmiedet. Europa hat dieses Festival bezahlt – um sich dieser Szene auf Augenhöhe zu nähern.

Mount Olympus - Jan Fabre

Kunst und Lüsternheit – Die Tragödie des Jan Fabre

Darrell Wilkins

Am 12. September 2018 veröffentlichten zwanzig Tänzerinnen der Antwerpener Kompanie Troubleyn einen offenen Brief in der digitalen flämischen Kunstzeitschrift „Rekto:Verso“, in dem sie den Gründer und künstlerischen Leiter Jan Fabre beschuldigen, eine frauenfeindliche Atmosphäre geschaffen zu haben, in der „Demütigung an der Tagesordnung ist“

Shaman - tanz.dance

In Sibirien

Choy Ka Fai

Ich bin fasziniert von Geistern. Schamanen in ganz Asien rufen Geister an. Aber wer kennt diese bedrohte Spezies noch? Dabei gehören Geister zur älteste Vision der Menschheit. Heute nennt man sie allenfalls Wiedergänger, die sich in der virtuellen Realität, in Comics, in der Malerei und auf der Bühne tummeln. Dort verkörpern sie den Wunsch, mit dem Jenseits in Kontakt treten zu können.

Tänzerinnen auf der Bühne des Stücks Made in Bangladesh

Alle Künstler sind „Made in Bangladesh“

Arnd Wesemann

Millionen und Abermillionen Kilometer Garn spulen weltweit und ohne Unterlass von der Rolle – in sämtlichen Stoff- und Nähfabriken auf dieser Erde. Mechanisch betrachtet, vollführen Garnrollen eine nahezu endlose Pirouette. Genau demselben Prinzip folgt der menschliche Körper beim Tanz.

Grenzen sind Chancen

Arnd Wesemann

Das Theater will dreifach gut sein. Gut zum Bürger. Gut zur Kultur. Und gut zum Zeitgeist. Gut zu sein, gehört zum Wesen des Theaters, das sich nicht vorwerfen lassen will, etwa rassistisch zu sein. Doch verträgt sich dieser Anspruch wirklich mit der Realität innerhalb der Institution? Der Fall Raphael Moussa Hillebrand lässt daran Zweifeln.

Über Tanz.Dance

tanz.dance ist das journalistische Projekt, um kritisch und lustvoll Bewegung, damit Veränderung, damit die Zukunft in den Künsten global zu beschreiben – in spannend geschriebenen, gut recherchierten Reportagen mit zweisprachigem Storytelling  internationaler Autor:innen.