Eigentlich waren es inspirierende Tage in der ungarischen Hauptstadt: Eingeladen bei der in Budapest lebenden Tanzschriftstellerin Lena Megyeri gewann ich einen Einblick in die tieferen Schichten der unabhängigen Szene in Budapest. Und erschrak.

Gergely Ofner
Eigentlich waren es inspirierende Tage in der ungarischen Hauptstadt: Eingeladen bei der in Budapest lebenden Tanzschriftstellerin Lena Megyeri gewann ich einen Einblick in die tieferen Schichten der unabhängigen Szene in Budapest. Und erschrak.

Tagsüber diskutierten wir über Übersetzungen der Tanzinterpretationen und über Kulturpolitik, abends besuchten wir Tanzaufführungen im Rahmen des Springback Assembly (eines Treffen von Tanzschreibenden, die sich über das europäische Springback Magazine vernetzt haben). Budapest verließ ich mit schwerem Herzen. Alle, mit denen ich sprach, berichteten von drastischen Kürzungen der Fördermittel, von Burnout aufgrund der Arbeit in einem unhaltbaren Umfeld. Bei allem Idealismus herrschte tiefe Hoffnungslosigkeit angesichts des Wandels unter dem derzeitigen politischen Regime.
Der Pessimismus hat Gründe. Bereits im Dezember 2024 teilte Lena Megyeri der Gruppe der Tanzschreibenden mit, dass Színház, das seit 1968 in Ungarn ununterbrochen erscheinende Theater- und Tanzmagazin, für 2025 keine staatlichen Mittel erhalten würde – diese wurden von 40.500 Euro im Jahr 2013 auf nur noch 5.100 Euro im Jahr 2024 gekürzt. Nun gab es: nichts mehr.

„game changer 2.0“ von Csaba Molnár, Tamara Zsófia Vadas und Imre Vass
Wie Noémi Herczog in ihrem Artikel in The IATC journal/Revue de l’AICT im Dezember 2024 beschrieb, werden unabhängige ungarische darstellende Künste finanziell zensiert und politisch marginalisiert, auch wenn sie gleichzeitig neue künstlerische Lösungen finden. Die ungarische Form der Zensur im Jahr 2025 bedeutet, dass zwar Unmengen an staatlichen Geldern für Kultur und darstellende Künste ausgegeben werden, aber dennoch viele Gruppen, Kunstschaffende und Institutionen auch mit langer Tradition aus politischen Gründen vollständig davon ausgeschlossen sind.
Sie erzählt, dass es derzeit eine Gruppe junger Menschen gibt, die versucht, das Színház zu übernehmen, um es am Leben zu erhalten. Das Problem ist, dass ihr gesamtes Budget aus unabhängigen, größtenteils ausländischen Mitteln finanziert wird – nun aber könnte das neue sogenannte Souveränitätsgesetz gegen alle Medien angewendet werden, die ausländische Gelder erhalten. „Der Gesetzestext ist so weit gefasst, dass man nie weiß, gegen wen er sich richten wird”, behauptet sie. Kurz nach unserem Gespräch hat das ungarische Parlament die Abstimmung über ihr „Souveränitätsgesetz” bis zur Wiedervorlage zurückgestellt.
Der Hintergrund: Im Mai 2025 berichtete das Budapest Business Journal über einen Gesetzentwurf, der Nichtregierungsorganisationen die Annahme ausländischer Gelder verbietet, während das Committee to Protect Journalists von einer „Frühjahrsputz“-Kampagne von Ministerpräsident Orbán sprach: gegen eine von ihm als „Schattenarmee“ bezeichnete Gruppe aus kritischen Stimmen.
Das International Press Institute warnte, dass der Gesetzentwurf „einen beispiellosen Angriff auf die noch unabhängigen Institutionen des Landes“ darstelle. Ungarn habe bereits das ‚fortschrittlichste‘ System der Medienkontrolle in der EU aufgebaut – eine Kombination aus Kontrolle der öffentlichen Medien, regulatorischer Voreingenommenheit und Einschüchterung eben dieser kritischen Stimmen.

„Az utolsó óra“ von Gyula Muskovics, Csaba Molnár und Máté Janky
Herczog beschreibt, wie die Einschüchterung bereits vor der Verhängung von Strafen wirkt: „Allein die Erwähnung des Gesetzesentwurfs reicht aus, um die Menschen zu verängstigen”, sagt sie. „Der Reflex zur Selbstzensur ist in Ungarn sehr stark.” Die Vergangenheit und Gegenwart der Selbstzensur im ungarischen Theater ist ein Thema, das sie in ihrem Interview mit Svante Aulis Löwenborg in Norsk Shakespearetidsskrift 2023 ausführlich untersucht hat.

Csaba Molnár: „Gods and Monsters“
gergö d. farkas, Choreograf*in und Performer*in, lebt heute zwischen Wien, Stockholm und Budapest und erklärt, wie gerade staatliche Anträge zur Selbstzensur zwangen:
„Wir konnten nicht einmal das Wort ‚queering‘ in den Projektantrag schreiben.“ gergö d. farkas ist wie viele andere Tanzschaffende auf kommunale Fördermittel aus Budapest und „Creative-Europe“-Projekte angewiesen, um weiterarbeiten zu können. „Budapest schützt vorerst einige Orte, die hier Geld generieren“, und fügt hinzu: „Aber alle laufen Gefahr, jederzeit geschlossen zu werden.“

Das Trafó, der zentrale Tanzort in Budapest
Lena Megyeri, Tanzkritikerin und Kulturmanagerin, stellt fest: „Die Veranstaltungsorte sind in einer äußerst schlechten Lage. Im Grunde genommen gibt es nur noch das Trafó House und das Mu Theater.” Sie erzählt, dass das Mu Theater keine Werke mehr in Auftrag geben kann – es präsentiert nur noch, was es schon gibt. „Als Kritikerin finde ich kaum etwas, was ich mir noch ansehen könnte”, sagt sie mit Verweis auf den starken Rückgang neuer Produktionen: „Die Zahl der Premieren ist drastisch zurückgegangen.“
Darüber hinaus, so Megyeri, haben zwei Sommerfestivals, die bisher regelmäßig zeitgenössischen Tanz präsentierten, das Bánkitó Festival und das Kolorádó Fesztival, bekannt gegeben, dass ihre diesjährige Ausgabe im Sommer zugleich die letzte war.
Eoin MacDonncha in Pál Frenáks „Cage“

Auch die Reisefreiheit ist in Gefahr. „game changer 2.0“ von Csaba Molnár, Tamara Zsófia Vadas und Imre Vass
Auch wenn die Kürzungen drastisch sind und die Veränderungen abrupt wirken, beobachtet György Szabó, ehemaliger Direktor des Trafó House, dieses Muster schon seit Jahrzehnten. Er erzählt davon in seiner Geschichte der letzten vierzig Jahre des unabhängigen Tanzes in Ungarn. Sein Aufsatz mit dem Titel The Process of Freedom wurde im Juni 2024 im Színház Magazine veröffentlicht.
Szabó erklärt, dass „die Regierung nach 2010 die Opposition zermürbt hat”, dass zeitgenössischer Tanz zwar nicht im unmittelbaren Fokus des politischen Interesses stand – was den Kunstschaffenden eine gewisse Freiheit bot –, diese Freiheit jedoch „schnell zu einer Gefahr für sie selbst wurde”.
Ohne klare politische Rückendeckung konnten nun konservative Institutionen wie das Nationaltheater Partei für die von ihnen protegierten Tanzformen ergreifen, sich öffentliche Mittel sichern und andere Formen des freien Tanzes nach und nach an den Rand drängen.
„Die Fidesz-Partei hat die künstlerische Leitung der Theater ernannt, um sie mit loyalen Leuten zu kontrollieren, die wissen, was sie tun dürfen und was nicht“, sagt Szabó.
Das von der Regierung vorgeschlagene „Theatergesetz“ von 2019 droht noch weiter zu gehen und dem Ministerium das Recht zu geben, Produktionen und die Budgets der öffentlich finanzierten Theater zu genehmigen. Es kam zu Protesten, bei denen Tausende von Kunstschaffende und eine aufgebrachte Bürgerschaft durch Budapest marschierte, die das Gesetz als Angriff auf die künstlerische Freiheit bezeichneten.

„Ring“ von Jenna Jalonen
Der Tanzarchivar Tamás Halász arbeitet derzeit am Ungarischen Theatermuseum und -institut. Er ist ehemaliger Tanzkritiker und seit mehr als drei Jahrzehnten die einflussreiche Stimme in der zeitgenössischen Tanzszene Ungarns. Durch seine Arbeit hat Halász miterlebt, wie sich das ungarische Tanzsystem verwandelt hat: schwindende Ressourcen, politischer Druck und Abwanderung.
Halász ist seit langem Zeuge dieser langsamen Strangulierung der unabhängigen Kulturszene Ungarns – die nicht immer durch brachiale Gewalt geschieht, sondern durch das, was er als „raffinierte Tricks“ des Fidesz-Systems bezeichnet:
„Nothin There“ der Cie. The Symptoms von Réka Szabó
„Finanzquellen versiegen, Budgets werden gekürzt, Kunstschaffende und Kunstgemeinschaften werden ausgehungert. Es gibt auch subtile Manipulationen von Eigentumsverhältnissen etwa durch eine Neuordnung von Institutionen”, erklärt er. „Die meisten Kunstschaffenden haben ihren Zugang zu öffentlichen Mitteln verloren und beschließen müssen, ihre Tätigkeit einzustellen oder zu reduzieren – wie Tünet Együttes [The Symptoms] unter der Leitung von Réka Szabó.“
Zwar gibt es noch Lebenszeichen, doch Halász stellt fest, dass sie immer schwächer werden: „Weniger Aufführungen, weniger Premieren, weniger Festivals, weniger Workshops.“
Die Schließung unabhängiger Publikationen verlief nach einem ähnlichen Muster: „Ja, es gab wirtschaftliche Gründe, wie überall. Aber der politische Druck hat den Niedergang schneller und härter gemacht.“
Er erinnert an die politisch motivierte Schließung der linken Tageszeitung Népszabadság – „ein Erfolg für die ‚Drahtzieher‘ der Fidesz“, sagt er bitter – und wie sich dies in der Kulturpresse niederschlug. Printversionen von Theatermagazinen wie Színház, Ellenfény und der interdisziplinären Zeitschrift Parallel (bei der Halász einst Chefredakteur war) wurden eingestellt oder verkleinert.
Der Schaden geht tief.
„In den letzten 15 Jahren haben mindestens eine halbe Million Menschen Ungarn verlassen. Unter ihnen sind Tausende aus dem Kultursektor.“
(Tamás Halász)

„You Trash“ der Cie. The Symptoms von Réka Szabó
Er vergleicht die gegenwärtige Situation mit der Zwischenkriegszeit in Ungarn, als Tausende vor einem nationalistischen und antisemitischen Klima flohen, das durch den Numerus Clausus und andere repressive Gesetze noch verschärft wurde. „Es ist wieder einmal so“, warnt er: „Aus politischen Gründen kann hier jeder in eine sehr schwierige Situation geraten.“
Dennoch bleibt Halász. „Ich habe beschlossen, kein Feigling zu sein. Bisher hatte ich noch keine Probleme mit meinen Ansichten – und ich hoffe, dass sich das in den nächsten Monaten bis zum Ende des Regimes nicht ändern wird.“
Und setzt seine Arbeit fort, mit der er hohe Standards des kritischen Denkens und Schreibens, des Mentoring und der Dokumentation fördert – und die junge Künstlergeneration einlädt, im Tanzarchiv zu studieren. Er hofft auf einen politischen Wandel, auf die Rückkehr der Kunst ins Land und auf einen Wiederaufbau der Szene.
„Deeper“ von Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas und Imre Vass beim Sziget Festival
Wenn es derzeit jemand wagt, sich gegen die strengen – wenn auch weitgehend unausgesprochenen – Regeln zu stellen, werden sie schnell von regierungsnahen Medien bestraft. Sie setzen Verleumdungskampagnen als Waffe ein. Das Ende 2023 gegründete Ungarische Amt für den Schutz der Souveränität orchestriert solche Angriffe gegen unabhängige Journalisten. Einer von ihnen ist Szabolcs Vörös von Válasz Online, der im Mai 2025 weniger als 24 Stunden nach einem Interview mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (der Orbán kritisiert) ins Visier genommen wurde.
2018 dokumentierte der schwedische Journalist Joakim Medin diese Muster in seinem Buch „Orbánistan“, während Thinktanks wie das Schwedische Institut für Internationale Angelegenheiten und Freedom House Ungarn als „hybrides Regime“ bezeichneten, in dem demokratische Institutionen systematisch abgebaut wurden.
Kann die Tanzwelt sich diesem vergifteten Klima irgendwie entziehen? Kaum.



Mehrere Tanzschaffende berichten, dass sie Ziel von Verleumdungskampagnen in den sozialen Medien geworden sind – insbesondere diejenigen, die konservative Normen in Frage stellen. Auch fest verankerte Hierarchien innerhalb der darstellenden Künste sind ein Problem.
Márta Ladjánszki, eine angesehene unabhängige Choreografin und Mitbegründerin der L1 Association (einer seit 2002 bestehenden gemeinnützigen Organisation zur Förderung des zeitgenössischen Tanzes und bewegungsbasierter Praktiken in Ungarn), ergänzt:
„Bevor wir anfangen, darüber zu fantasieren, was für die freie Szene im Zusammenhang mit einem Regierungswechsel und hoffentlich auch einer neuen Kulturpolitik gut sei: Es wäre an der Zeit, auch darüber nachzudenken, wie wir die hierarchischen Systeme innerhalb des Theaters zwischen den Vertretern der einzelnen Sparten beseitigen, außer Kraft setzen und transformieren können. Seien wir ehrlich (und das gilt nicht nur für Ungarn): Tanz ist dem Sprechtheater unterlegen, zeitgenössischer Tanz ist dem modernen Ballett und Volkstanz unterlegen. Eine Kunstschaffende mit einer beruflichen Qualifikation ist immer noch mehr wert als die Selbstständigen, die in bestimmten Fällen mehr Erfahrung haben, aufgrund der eigenen Position aber die kleinsten Zutaten selbst finden muss, die für die Kreation notwendig sind.“
Ladjánszki, die neben der L1 Association auch das inzwischen eingestellte L1danceFest leitete – zwei Jahrzehnte lang eine wichtige Plattform für internationalen und lokalen unabhängigen Tanz –, ist bekannt für ihre mutigen, Grenzen sprengenden Arbeiten, die auch Nacktheit und kollektive Partizipation thematisieren. Sie setzt sich konsequent für Solidarität, faire Finanzierung und Sichtbarkeit der unabhängigen Künste ein. Trotz wiederholter Rückschläge engagiert sie sich weiterhin für gemeinschaftsbasierte, inklusive Initiativen und unterstützt jüngere Generationen von Tanzschaffenden in Budapest.
Sie betont die Dringlichkeit der Solidarität:
„Wir müssen einander zuhören und uns gegenseitig von unseren Herausforderungen berichten“, fordert Ladjánszki, „denn wir sprechen hier von Kreativen, Lehrenden, Tanzenden, die anderen helfen, aber selbst nicht genug Geld zum Leben haben.“ Ladjánszki kämpft seit dreißig Jahren mit diesen Hindernissen.
„Die fehlende Finanzierung ist eine Form der Zensur. Das mag nicht explizit sein, aber die Auswirkungen sind unbestreitbar“, so Márta Ladjánszki.

„25/45 with naked audience“ von Márta Ladjánszki
Sie beschreibt, wie die Nacktheit zunehmend verdrängt worden sei – selbst bei einem Stück, zu dem das Publikum selbst eingeladen war, sich nackt zu zeigen.
„Es war Neuland, eine ehrliche Art, zusammen zu sein“, sagt sie. Aber das Stück wurde auf die schwarze Liste gesetzt. Rundfunksender baten sie später, in Interviews darüber nicht mehr zu sprechen.

„Midnight Oil“ von Adrienn Hód und ihren Hodworks
Die auch international renommierte Adrienn Hóds beschäftigt sich mit Fragen der Inklusion, beruflichen Grenzen und dem Potenzial des zeitgenössischen Tanzes: Wer darf auf die Bühne? Was macht Professionalität aus? Wie beschreiben wir die Grenzen dieser Kunstform und wie wirkt sie sich auf das Publikum aus?

„Flash“ von Adrienn Hód
Sie interessiert sich besonders für das verkörperte Wissen von Tanzenden und Lehrenden und wie dieses Wissen genutzt werden kann: „… um zu unterstützen oder zu heilen, um zu reflektieren, um zu pflegen – um uns selbst, unsere eigene Bewegung, als eine Art Selbstreflexions- oder Heilungsinstrument zu nutzen.“

„Idol“ von Adrienn Hód, ArtMenök und Hodworks
Auch für sie bleiben jede Menge Fragen offen:
„Was bedeutet es, dass der Körper als etwas Problematisches angesehen wird – als etwas Unnatürliches?“
(Adrienn Hód)

„Nothin There“ von Réka Szabó und The Symptoms
Réka Szabó, eine führende Stimme der unabhängigen ungarischen Tanzszene, bringt es auf den Punkt: „Wenn du keine Unterstützung hast, wirst du automatisch zum Schweigen gebracht.“ Nachdem sie fast zwei Jahrzehnte lang ihre international renommierte Kompanie The Symptoms geleitet hat, löste sie diese vor zwei Jahren auf, erschöpft von unsicherer Finanzierung und der Unmöglichkeit einer langfristigen Planung.
„Es gab einfach keine Perspektive“, sagt sie mir. „Man kann nichts planen – weder wie viel Geld man bekommt, noch wann es kommt, noch wer darüber entscheidet.“
Für Szabó wurde die Trauer durch das Gefühl der Passivität in der Community noch verstärkt. „Einige von uns sind im Kommunismus aufgewachsen“, sagt sie: „Wir haben nie wirklich gelernt, demokratisch zu sein. Als die Unterstützung schwand, hat niemand protestiert.“

Bei der International Dance Week in Budapest
Aber Réka Szabó gibt nicht auf: Seit Januar 2025 trifft sie sich regelmäßig mit einer kleinen Gruppe, einer Initiative von György Szábo, um gemeinsam eine neue gemeinsame Plattform für die Szene zu entwickeln.
„Es ist sehr inspirierend, zusammenzukommen, gemeinsam zu denken und gemeinsam konstruktiv zu sein“, erklärte sie. „Wir haben so viele Ideen gefunden, für die man nicht einmal Geld braucht.“
In einem politischen Klima, das zunehmend von Sündenbockdenken und Nationalismus geprägt ist, kämpfen die unabhängigen Tanzschaffenden in Budapest weiter für ihre kreative Freiheit – und dafür, ihr eigenes Bewegungsgefühl im wahrsten Sinne des Wortes zu bewahren.

„Délibáb“ (Mirage) von Adrienn Hód
Noémi Herczog beschreibt, wie auch die Sphäre der Kritik unter diesem Druck zusammenbricht: „Viele Kritiken werden im Grunde genommen von den Theatern selbst bezahlt. Natürlich ist die Meinung frei. Aber Theater bezahlen für Interviews und Kritiken, und die Presse ist von ihrem Geld abhängig, was den Inhalt der Zeitungen natürlich verändert. Die Redaktionen sind in ihren Entscheidungen weniger frei. Theater, die bezahlen können, werden noch sichtbarer, während diejenigen, die nicht zahlen, völlig unsichtbar bleiben.“
Für Támas Halász heißt das, dass kritisches Schreiben enorm an Bedeutung verloren hat. „Als Kritiker sah ich meine Rolle früher darin, die Aufmerksamkeit zu lenken.“ Aber angesichts all der Hindernisse, die das derzeitige Regime geschaffen hat, ist es fast unmöglich, die Tanzkritik am Leben zu erhalten.
„Wir beobachten den Verlust an kritischem Schreiben. Es gibt weniger Orte, an denen man veröffentlichen kann, weniger Leute, die Rezensionen schreiben, und noch weniger, die sie lesen – das ist eine Tragödie, wenn auch keine Entscheidung, die bewusst getroffen worden ist.“
Halász hat jedoch seine Arbeitsethik in seine derzeitige Tätigkeit als Tanzarchivar mitgenommen. „Wenn die Kritik versagt, müssen die Archive die Erinnerung wachhalten.“
Réka Szabó bestätigt, dass Fidesz häufig Angststrategien einsetzt, um Künstler in Schach zu halten: „Das ist das größte Problem, wenn autoritäre Regierungen die Kontrolle über die Kunstförderung haben: Man kann sie nicht kritisieren und gleichzeitig Geld von ihnen erwarten. Das ist unmöglich.“
György Szabó beschreibt, wie die Polarisierung durch die Politik auch das Verhalten des Publikums in Ungarn prägt. Auf der einen Seite sieht er konservative Gruppen, die liberale oder progressive Kunst ablehnen und klare Führungsstrukturen und traditionelle Werte bevorzugen. Der andere Teil der Öffentlichkeit vermeidet es seiner Meinung nach, Partei zu ergreifen, und trifft kulturelle Entscheidungen eher pragmatisch, basierend auf persönlichen Interessen, nicht auf Ideologie. Schließlich identifiziert er eine dritte Gruppe, die sich demokratischen Werten und künstlerischer Freiheit verpflichtet fühlt, stellt jedoch fest, dass diese Gruppe eine winzige Minderheit darstellt.

„game changer 2.0“ von Csaba Molnár, Tamara Zsófia Vadas und Imre Vass
Lena Megyeri äußert sich ähnlich: „Es gibt noch ein kleines, sehr treues Publikum, das den Kunstschaffenden folgt, aber es wird immer weniger.“
Auf die Frage, für welche Publikationen sie noch schreiben könne, antwortet sie, dass es derzeit nur noch eine Publikation gebe, die sich ausschließlich mit Tanz befasse: Tánckritika. Darüber hinaus den Revizor, eine Kulturwebsite, die neben anderen Kunstformen auch über Tanz schreibt. Aufgrund von Kürzungen ihrer Fördermittel halten sie sich mit Abonnements, Anzeigen und bezahlten Artikeln und Rezensionen, die von den Theatern in Auftrag gegeben werden, über Wasser.
Megyeri weiß, dass viele Tanzende sich der Situation sehr bewusst sind und dass einige ihre Sichtbarkeit nun selbst in die Hand nehmen: Im Podcast „Felwilágosítunk“ von Zoltán Grecsó, künstlerischer Leiter des Willany Leo Improvisationstheaters, werden Tanzschaffende aus der unabhängigen Szene zu ihrer Karriere interviewt und erhalten Raum, um über die Probleme der Branche und mögliche Lösungen, Ideen und Praktiken zu diskutieren.

Die Budapest Pride
Die Fidesz-Partei macht in ihrer Rhetorik zur Verteidigung der „Familienwerte“ eine auffällige Einschränkung: Menschen, die sich als LGBTQI+ identifizieren, sind davon ausgeschlossen.
Diese Ausgrenzung erinnert an die Gegenreaktion der Trump-Ära gegen Gleichberechtigung und Vielfalt – wobei Trump aus Orbáns Spielbuch gelernt hat.
Dies wirft unangenehme Fragen auf, ob eine Gesellschaft, die bestimmte Familienkonstellationen systematisch ausschließt, sich noch als Demokratie bezeichnen kann?
Vielmehr erinnert es an George Orwell, der vielleicht gesagt hätte: „Einige Familien sind gleicher als andere” – insbesondere wenn es sich um die Familien an der Macht handelt, die ihren eigenen Reichtum schützen und gleichzeitig entscheiden, welche anderen Familien überhaupt zählen.
Am 20. Juni 2025 berichtete Human Rights Watch, dass die ungarische Polizei LGBTQI+-Ungarn und ihre Verbündeten daran gehindert habe, sich friedlich zu versammeln, um den Pride zu feiern, während sie gleichzeitig einer Gegendemonstration erlaubte, am selben Tag aufzumarschieren.

„babes“ von gergö d. farkas
gergö d. farkas sagt dazu: „Sie [die Regierung] haben LGBTQIA+ im Grunde genommen mit pädophilen Straftätern gleichgesetzt und ihr Handeln als Kinderschutz bezeichnet. Das ist wirklich total beschissen.“
Human Rights Watch beschreibt, wie neue drakonische Gesetzesreformen diese Bemühungen zur Unterbindung der Pride und anderer LGBTQIA+-Veranstaltungen untermauern, darunter Verfassungsänderungen im April, die wieder unter dem Deckmantel des „Kinderschutzes“ gerechtfertigt wurden, sowie Änderungen des Versammlungsgesetzes im März, die das Recht auf Protest einschränken.

„babes“ von gergö d. farkas
Farkas beschreibt die sich wandelnden Gesetze Ungarns als „populistische Instrumente“, die gegen queere Gemeinschaften eingesetzt werden. „Bereits 2021 gingen sie gegen Trans-Personen. Jetzt haben sie einen Gesetzentwurf verabschiedet, der jede ‚Ideologie‘ gegen traditionelle Familienstrukturen verbietet. Das schadet nicht nur den Rechten von LGBTQIA+-Personen, sondern auch dem Menschenrecht auf Versammlungsfreiheit.“

„babes“ von gergö d. farkas
Trotz dieser Bedrohungen bleibt Farkas klar: „Ich weiß, wer ich bin. Und es gibt nicht mehr viel, was sie mir nehmen können.” Farkas‘ Antwort ist die Schaffung einer Welt durch Choreografie. Sie drückt einen Widerstand aus, der mit der körperlichen Bewegung selbst verbunden ist:
„Der Körper ist der letzte Ort, der einem wegnommen werden kann.”
(gergö d. farkas)

Die Pride
Die jüngsten Ereignisse haben den Horizont etwas aufgehellt. Was sich am 28. Juni 2025 abspielte, war ein eindrucksvoller Akt des Widerstands: Eine Rekordzahl von bis zu 200.000 Menschen ging auf die Straße, um den 30. Jahrestag der Budapest Pride zu feiern.
Entgegen den Warnungen der Regierung – oder vielleicht gerade dadurch motiviert – wurde die diesjährige Pride zu einem kraftvollen Statement für Menschenrechte und Solidarität.
Wie zu erwarten, verurteilten regierungsnahe Medien die Veranstaltung umgehend und schlossen sich damit den Fidesz-Politikern an, die den Marsch als „Festival der Perversität ohne Bezug zur Versammlungsfreiheit“ bezeichneten. „Chaos bei der Budapest Pride“, titelte die regierungsnahe Zeitung Magyar Nemzet.
Trotz der von der Regierung kontrollierten Schlagzeilen zeigten die Bilder von der Parade etwas anderes: ein Bild voller Farben, Freude und Trotz auf den Straßen, um Vielfalt und Liebe zu feiern:

Die Vorwürfe gegen die Regierung sind eindeutig
„Wir sehen nicht gerade so aus, als wären wir verboten worden!”, erklärte der strahlende Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony vor der Menge vor der Technischen Universität Budapest.
Die Stadtverwaltung, chronisch unterfinanziert und in ständigem Konflikt mit der nationalen Regierung, hatte es gewagt, die Veranstaltung auszurichten – und hat zumindest vorerst gewonnen.
„Tatsächlich sehen wir aus, als würden wir friedlich und frei eine große Show für eine aufgeblasene und hasserfüllte Macht veranstalten. Die Botschaft ist klar: Sie haben keine Macht über uns“, fügte Karácsony hinzu.
Wie Fidesz als Nächstes reagieren wird, bleibt abzuwarten. Aber Budapest hat der Welt eine starke Botschaft gesendet.
Unter den anwesenden Verbündeten war die finnische Europaabgeordnete Li Andersson, die argumentierte, dass die Berufung der Regierung auf Familienwerte lediglich ein Vorwand sei, um abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen. Ihre Botschaft an die BBC und die Welt ist klar:
„Es ist wichtig zu betonen, dass wir nicht nur wegen Pride hier sind – es geht um die Grundrechte von uns allen.“
(Li Andersson)
Támas Halász bezeichnet die diesjährige Pride als „Lebenszeichen“ und verweist auf die unerwartet große Menschenmenge – „Ich glaube wirklich an Überraschungen“, sagt er sichtlich erleichtert und inspiriert: „Niemand hat das erwartet.“
Während sich Menschenmengen gegen autoritäre Gesetze versammeln, wachsen auch andere Initiativen. Kleine Festivals schaffen weiterhin Räume für Gemeinschaft und Experimente und stellen sich damit gegen den zunehmenden Druck auf die unabhängige Kultur in Ungarn.
Das Under500 Festival, gegründet von den Viktor Szeri und Adrienn Hód, unterstützt zeitgenössischen Tanz auf eine Weise, die staatliche Strukturen komplett umgeht. U500 ist eine idealistische Basisinitiative, die transparent ihre Einnahmen mit den Kunstschaffenden teilt und sich auf Freiwillige und Mundpropaganda stützt, um ihr Publikum aufzubauen.
Wie Szeri in einem Beitrag für Hungarian Independent Voices sagte: „Man braucht nicht viel Geld, um teilzunehmen. Zwei Tage lang haben wir wirklich das Gefühl, dass wir als Gemeinschaft noch da sind.“
Aber ist solcher Optimismus überhaupt angebracht?

„You Trash“ der Cie The Symptoms
2021 berichtete die Deutsche Welle über Orbáns zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit und des Pluralismus. Staatliche Rundfunkanstalten fungieren zunehmend als Sprachrohr der Regierung, während unabhängige Medien von Schließung oder Übernahme bedroht sind.
Im Jahr 2022 berichtete NPR, das National Public Radio der USA, wie Orbáns christlich-nationalistische Agenda eine „Existenzkrise“ für Kunstschaffende und Kulturinstitutionen herbeiführte, da staatliche Macht und politischer Druck zu weit verbreiteter Selbstzensur führten.
Im Mai 2025 hob der EU Observer den schwindenden Raum für unabhängigen Journalismus in Ungarn hervor: Ungarn ist im Weltpressefreiheitsindex von „Reporter ohne Grenzen“ stark zurückgefallen und liegt 2024 auf Platz 67, gegenüber Platz 40 vor zehn Jahren. Betroffene berichten von zunehmender Isolation, Feindseligkeit aus Regierungskreisen und systematischer Ausgrenzung aus offiziellen Kanälen.

„Through Light“ von Máté Mészáros
„Anfangs war die Regierung gegenüber der unabhängigen Presse immer weniger kooperativ, aber in den letzten Jahren ist ihre Haltung zunehmend feindselig geworden“, sagte Márton Kárpáti gegenüber EU Observer.
Kárpáti ist Gründer von Telex.hu (einer Nachrichtenagentur, die von neunzig Journalist*innen gegründet wurde, die unter Druck von Index.hu zurückgetreten waren) und verweist auf legislative Maßnahmen gegen ausländisch finanzierte Medien.
Er beschreibt, wie unabhängiger Journalismus nun systematisch ausgegrenzt und zunehmend isoliert wird. Premierminister Orbán weiche kritischen Fragen regelmäßig aus und tue sie als „Fake News“ ab, eine Taktik, die wieder an Donald Trump erinnert.
Und es gibt sehr auffällige Parallelen zwischen Orbán und Trump, wie Ezra Klein in seinem New York Times-Podcast in der Folge „Is Trump losing? A debate“ untersucht, in der er zusammen mit Zack Beauchamp und Andrew Marantz analysiert, wie beide Politiker demokratische Schutzmechanismen aushöhlen und gleichzeitig mächtige Propagandamaschinen aufbauen.
Die Konzentration der kulturellen und wirtschaftlichen Macht in Ungarn folgt einem bekannten Muster autoritär-populistischer Systeme. So wie Trumps Familie ihren politischen Status nutzte, um ihr Geschäftsimperium auszubauen, ist Viktor Orbáns Schwiegersohn István Tiborcz zu einer der reichsten Persönlichkeiten Ungarns geworden und hat Luxusimmobilien, Logistikunternehmen und Finanzunternehmen angehäuft. Tiborcz und seine Frau Ráhel Orbán behaupten öffentlich, ihr Erfolg sei frei von politischer Einflussnahme, doch investigative Recherchen legen etwas anderes nahe.

„Through Light“ von Máté Mészáros
Im Februar 2025 veröffentlichte Direkt36 den Dokumentarfilm „The Dynasty“ („A Dinasztia“), der das Vermögen dieser Familie unter die Lupe nimmt und versteckte Kameraaufnahmen aus Tiborcz‘ exklusivem BOTANIQ Budai Klub zeigt, in denen Mitarbeiter illegales Glücksspiel unter den elitären Mitgliedern betreiben.
Direkt36 beschreibt sich selbst als gemeinnütziges Zentrum für investigativen Journalismus in Ungarn, dessen Aufgabe es ist, durch faire, aber harte Berichterstattung Missstände und Machtmissbrauch aufzudecken – eine Art von Journalismus, die für jede Demokratie unverzichtbar ist.
Der Film löste bereits vor seiner Premiere heftige politische Angriffe aus. Die regierungsnahe Zeitung „Magyar Nemzet“ warf ihm vor, eine „ukrainische Geheimdienstoperation“ zu sein – Vorwürfe, die Direkt36 entschieden zurückwies.
Dank sorgfältiger Recherche konnten keine sachlichen Fehler nachgewiesen werden, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hat der Dokumentarfilm in einem Land mit 9,5 Millionen Einwohnern über 3,8 Millionen Aufrufe auf YouTube erzielt.
Direkt36 verzeichnet einen Anstieg der öffentlichen Unterstützung, die Mitgliedsbeiträge sind um rund vierzig Prozent gestiegen.
Es überrascht nicht, dass die Regierung Orbán mit Drohungen reagierte: In einem Interview im Februar schlug der Ministerpräsident Sanktionen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen vor, die ausländische Gelder annehmen, um die Politik zu beeinflussen – eine kaum verhüllte Warnung an investigative Journalisten.
Wie EU Observer berichtet, bleibt Márton Kárpáti hoffnungsvoll: „Wir sehen und spüren, dass das Publikum unsere Arbeit mag und braucht. Wir werden niemals aufgeben.“
Wie der leitende Redakteur Zsolt Kerner von 24.hu treffend formuliert: „Guter Journalismus hat eine längere Lebensdauer als Regierungen.“ Dasselbe könnte man auch über den Tanz sagen – auch wenn die Hoffnung auf Veränderung auf Messers Schneide steht.

„Deeper“ von Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas und Imre Vass beim Placcc Festival
In einer demokratischen, freien Gesellschaft muss es Raum für Kommentare, Kritik, Widerstand – und für Kreativität geben. Wenn dieser Widerstand gegen vorherrschende Normen verloren geht, laufen Gesellschaften Gefahr, in einer Kammer gefangen zu sein, in der nur die Stimmen und Wünsche der Mächtigen widerhallen.
So wie Demonstranten, Journalisten und Filmemacher sich weigern, zu schweigen, ist es die Aufgabe des Tanzes – der lebendigen, verkörperten Praxis –, mit Bewegung das Schweigen zu brechen. Es ist die Verantwortung des Künstlers und das Wesen der Kunst, sich nicht anzupassen: über das Vertraute hinauszudenken und zu hinterfragen, wie wir die Welt erleben.
Wie die Philosophen Deleuze und Guattari in „Was ist Philosophie?“ (1996) schrieben: „Uns fehlt die Schöpfung. Uns fehlt der Widerstand gegen die Gegenwart.“ Und Deleuze fügte 2006 hinzu: „Kunst bringt notwendigerweise das Unerwartete, das Unerkennbare und das Inakzeptable hervor.“

Csaba Molnár: „Gods and Monsters“
Im September 2025 wird eine Gruppe von Kunstschaffenden unter der Leitung von György Szabó einen konkreten Vorschlag auf den Tisch der Politik legen. Da 2026 ein Wahljahr ist, gibt es fragile Hoffnungen auf Veränderung. Vielleicht erleben wir dann eine neue Welle der Choreografie in Budapest – verwurzelt in der Kreativität, die allen Widrigkeiten zum Trotz fortbesteht.
György Szabó ist überzeugt, dass der einzige Weg, sich gegen eine autoritäre Übernahme der Künste zu wehren, in der Einheit liegt: „Das Wichtigste ist Zusammenhalt“, betont er und gibt sowohl der aktuellen als auch der zukünftigen unabhängigen Tanzszene, die in ihren eigenen Ländern mit wachsendem Autoritarismus konfrontiert sein könnte, einen Rat mit auf den Weg.
„Ihr müsst euch von Anfang an zusammenschließen. Wenn der Widerstand zersplittert ist, wird er scheitern.“
(György Szabó)
Der Kampf für Freiheit – und für die Kunst – geht weiter. Denn wenn es Widerstand gegen die Gegenwart geben soll – gegen die Aushöhlung der Demokratie, gegen das Verstummen kritischer Stimmen, gegen die Auslöschung von Unterschieden –, dann muss die Kunst weiterhin herausfordern, hinterfragen und provozieren können.
Wo Bewegung ist, gibt es noch Widerstand.

Csaba Molnár: „Easy Dances“